21.04.2026 18 Uhr
Hörsaal F2 des Fürstenberghauses (Domplatz 20-22)
Ausstellung zur Holodomor: „Wieso seid ihr noch am Leben?"
Der Holodomor gehört zu den verheerendsten menschengemachten Katastrophen Europas im 20. Jahrhundert. Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer verloren infolge der stalinistischen Zwangskollektivierung, umfangreicher Getreidebeschlagnahmungen und der gezielten Abriegelung ganzer Regionen ihr Leben. Über viele Jahrzehnte hinweg wurde diese Hungersnot verschwiegen und ihre Erinnerung unterdrückt. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion begann eine umfassendere historische Aufarbeitung der Ereignisse.
Die Ausstellung „Wieso seid ihr noch am Leben? Der Holodomor 1932/33: Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot der Geschichte Europas“ beleuchtet die politischen Hintergründe, den Verlauf und die langfristigen Folgen des Holodomor. Zugleich widmet sie sich der Erinnerungskultur und der künstlerischen Auseinandersetzung. Entwickelt wurde die Ausstellung vom Ukrainisches Institut des Nationalen Gedenkens (UINP) und dem Nationalen Holodomor-Museum in Kiew (Kyjv).
Die Ausstellung wird am 21. April 2026 von 18 bis 20 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses eröffnet. Als Gast spricht André Sahorn, Sohn eines Augenzeugen, der die Erfahrungen seiner Familie während der Hungersnot schildern und damit eine persönliche Perspektive eröffnen wird.


