18.09.2026 18:30 Uhr
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin
Deportation und Erinnerung – Zentrale Gedenkveranstaltung in Berlin
18. September 2026, 18:30 Uhr I Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin
Anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der Russlanddeutschen laden das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), das Kulturreferat für Russlanddeutsche und das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte am 18. September 2026 zur zentralen Gedenk- und Diskussionsveranstaltung in das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin ein.
Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an die Zwangsumsiedlung der Russlanddeutschen im Jahr 1941 und ihre Folgen. Zugleich richtet die Veranstaltung den Blick auf die Gegenwart und fragt, wie die Erfahrungen der Russlanddeutschen dauerhaft im historischen Gedächtnis der deutschen Einwanderungsgesellschaft verankert werden können.
Mit Gruß- und Wortbeiträgen werden unter anderem Bundesaussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius und Prof. Dr. Irina Scherbakowa von Memorial International sprechen. Die Gesellschaft Memorial setzt sich mit der Aufarbeitung des Stalinismus auseinander und wurde 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In einer Podiumsdiskussion mit Museumsleiter Kornelius Ens, Autorin Irene Langemann, Historiker Hans-Christian Petersen und Verbandsvertreter Johann Thießen, moderiert von der Journalistin Katharina Heinrich, werden die Auswirkungen dieses Kriegsfolgenschicksals auf die Deutschen aus der früheren Sowjetunion bis in die Gegenwart diskutiert. Kulturreferent Edwin Warkentin rundet die Veranstaltung ab.
Umrahmt wird die Veranstaltung von einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz der Wissenschaftlichen Kommission für Deutsche in und aus Osteuropa, WKDO, die ebenso im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung vom 18.-20. September 2026 stattfinden wird.
https://www.russlanddeutsche.de/themen/aktuelles/aktuelles-juli2026.html