02.06.2026 18 Uhr
Studiobühne Domplatz 23, Münster
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion: „Polnische Bürgermeister und der Holocaust"
Die öffentliche Diskussion um die 2024 erschienene Monographie von Grzegorz Rossoliński-Liebe mit dem Titel „Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung und Kollaboration“ ebbt nicht ab. Nach scharf ablehnenden Reaktionen in Polen und der Verhinderung einer Buchvorstellung in Berlin durch den polnischen Botschafter und das Auswärtige Amt hat die Publikation unter deutschen Historikern und Historikerinnen eine breite Diskussion in der FAZ zur Täterschaft von Nichtdeutschen in der NS-Zeit ausgelöst.
An diesem Abend wird nach einer Einführung durch Thomas Köhler (Villa ten Hompel) der Autor selbst (FU Berlin) seine Thesen vorstellen und anschließend mit Dr. Markus Roth (Fritz Bauer Institut) diskutieren, der zu Mittäterschaften, Komplizenschaft und Nutznießertum im Schatten des Holocaust im besetzten Polen forscht. Prof. Dr. Ricarda Vulpius (Ost- und Ostmitteleuropäische Geschichte, Universität Münster) wird das Gespräch moderieren.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich also um einen außergewöhnlichen Kolloquiumstermin der AOEG, der zudem in Kooperation mit dem Kolloquium der Neueren und Neuesten Geschichte (Prof. Dr. Sarah Albiez-Wieck; Prof. Dr. Olaf Blaschke; Prof. Dr. Fernando-Esposito) stattfindet.
Das Kolloquium steht allen Gästen und Interessierten offen. Als Teil dieser Veranstaltungsreihe ist eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


