19.02.2026 19 Uhr
Historisches Museum Bielefeld
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld
Lesung und Gespräch mit Elli Unruh
Aus dem Roman "Fische im Trüben"
Die Autorin Elli Unruh liest aus ihrem Debütroman Fische im Trüben und spricht über das Schreiben, familiäre Erinnerung und historische Erfahrungen deutscher Mennoniten in der Sowjetunion.
Fische im Trüben erzählt die Geschichte einer deutschen Minderheit in der Sowjetunion, geprägt von eigener Sprache, religiösen Traditionen und einem Alltag unter ständiger Beobachtung eines totalitären Staates. Der Roman spannt den Bogen von den mennonitischen Siedlungen im Russischen Zarenreich über Revolution, Verfolgung und Deportationen bis zur Entspannung unter Chruschtschow.
Elli Unruh wurde 1987 in Georgijewka in Kasachstan geboren und wuchs in Süddeutschland auf. Sie arbeitet heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Für die Fertigstellung ihres ersten Romans erhielt sie Förderungen der Kunststiftung sowie des Förderkreises für Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg. Sie lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Im Gespräch geht es um literarische Perspektiven auf Geschichte, um Erinnerung und um die Frage, wie sich familiäre Erfahrungen in Gegenwartsliteratur übersetzen lassen.
Eintritt: frei
Moderation: Edwin Warkentin, Kulturreferent für Russlanddeutsche
Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte


