08.10.2020, 18:00 Uhr
Deutsch-osteuropäisches Forum Düsseldorf, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf
 

Polen nach der Präsidentenwahl: Perspektiven und Prognosen

Vortrag und Diskussion mit Dr. Andrzej Kaluza

Bei der Parlamentswahl am 13. Oktober 2019 wurde die amtierende polnische Regierung, die von der Partei Prawo i Sprawiedliwość (PiS) geführt wird, im Amt bestätigt, ja gestärkt. Die oppositionelle Bürgerplattform (Platforma Obywatelska, PO) setzte daraufhin ihre Hoffnungen auf die folgende Wahl des polnischen Staatspräsidenten, welche für den 10. Mai 2020 vorgesehen war. Der von der PiS unterstützte Amtsinhaber Andrzej Duda trat zur Wiederwahl an, die PO schickte schließlich den Warschauer Stadtpräsidenten Rafał Trzaskowski ins Rennen um das höchste Staatsamt. Tatsächlich gelang es Trzaskowski im – bedingt durch die Corona-Pandemie – auf den 28. Juni 2020 verschobenen ersten Wahlgang so viele Stimmen zu gewinnen, dass Duda am 12. Juli 2020 in einem zweiten Wahlgang gegen ihn antreten mußte. Duda setzte sich dabei knapp durch (mit 51,03 % der abgegebenen Stimmen gegenüber 48,97 % für Trzaskowski). Die damit erneut untermauerte politische Dominanz der PiS wurde und wird vielfach gerade von deutscher Seite skeptisch beurteilt. Dr. Andrzej Kaluza, ausgewiesener Experte vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, wirft einen Blick auf die politischen Kräfteverhältnisse in unserem größten östlichen Nachbarland und stellt Überlegungen zu möglichen künftigen Entwicklungen an.

In Zusammenarbeit mit: Adalbertuswerk e. V. Bildungswerk der Danziger Katholiken

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus