30.11.2020, 18:45 Uhr
Deutsch-osteuropäisches Forum Düsseldorf, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf
 

»Nachts träum ich vom Frieden.«

Auszüge aus dem Tagebuch von Carry Ulreich

Vortrag und Lesung von Christina Klein

Vortrag von Dr. Heinke Fabritius

Als die Nationalsozialisten in die Niederlande im Mai 1940 einfallen, ist Carry Ulreich gerade einmal dreizehn Jahre alt. Die jüdische gebürtige Polin lebt in Rotterdam, einer strategisch wichtigen Hafenstadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde. In den folgenden Jahren ist ihr Leben geprägt von Angst und dem Kampf ums Überleben. 1941 beginnt sie Tagebuch zu schreiben und berichtet nüchtern, aber feinfühlig von ihren Erlebnissen. Die meiste Zeit der Besatzung verbringt Carry mit ihrer Familie in einem Versteck bei einer befreundeten katholischen Familie. Auch das Ende des Krieges reflektiert sie in ihrem Tagebuch: »Froh und glücklich« sind die ersten Worte ihres Tagebucheintrags vom 6. Mai 1945, einen Tag nach der Unterzeichnung der deutschen Kapitulation in den Niederlanden. Sie selbst vergleicht ihre Geschichte mit der von Anne Frank – nur »mit Happy End«.

Aus der Reihe: 1945 um 19 Uhr 45 in 45 Minuten

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus